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Mag. pharm. Fritz Zaversky Apotheker-Tipps
Thema - Fuß - Nagelpilz

Fuß- und Nagelpilz
Aktuelle Untersuchungen bestätigen: Es steht nicht gut um unser wichtigstes Fortbewegungsmittel. Entweder sind die Haut der Füße oder die Zehennägel betroffen, bei vielen jedoch auch beides. Der Fußpilz, eine Seuche unserer Zeit, ist weiter auf dem Vormarsch. Schätzungen zufolge leiden 30 bis 50 Prozent aller Erwachsenen an Fußpilz und etwa zehn Prozent an Nagelpilz. Mehr als 60 % der Betroffenen behandeln ihren Pilz gar nicht oder nur halbherzig. Nur wenige Patienten wissen, dass es sich beim Fußpilz um eine Infektionskrankheit handelt, die ohne Behandlung nicht von alleine ausheilt. Zwar ist ein Pilzbefall der Haut und Nägel nicht gefährlich, führt jedoch zu unansehnlichen Veränderungen an den betroffenen Stellen. Dabei rücken Fuß- und Nagelpilz auch Sportlern zu Leibe, Menschen also, die gut in Form und gut zu Fuß sind. Die Gründe sind einfach: feuchtwarme Sportschuhe begünstigen das Pilzwachstum. Öffentliche Bäder und Umkleideräume, aber auch heimische Badezimmer sind bevorzugte Orte der Ansteckung; Stoß- und Druckbelastung beim Sport strapazieren die Nägel und auch die Haut der Füße. Doch das ist kein Grund, die Sportschuhe an den Nagel zu hängen - aber ein guter Grund, sich über Vorbeugung und Behandlung zu informieren. Brüchige, ungewöhnlich dicke oder verfärbte Fußnägel; Juckreiz, Rötung, Schuppen- und Bläschenbildung zwischen den Zehen, an der Fußsohle oder auf dem Fußrücken - wenn Sie diese Symptome feststellen, hat Sie der Fußpilz mit einiger Wahrscheinlichkeit erwischt. Beim Fußpilz ist die Haut zunächst gerötet, später nässt sie oder beginnt zu jucken, ehe sie sich abschält. Im Verlauf der Erkrankung kann die Haut schmerzhaft einreißen. Der Fußpilz sitzt meist zwischen den Zehen, kann sich aber auf Sohlen und Zehenspitzen, ja sogar bis auf die Unterschenkel ausbreiten. Nagelpilz ist eine hartnäckige Infektion der Nagelplatte. Der Pilz siedelt sich im Inneren und unterhalb des Nagels an und führt zu unschönen Verfärbungen und Verdickungen des Nagels. Sicherheit gibt Ihnen allerdings erst die Diagnose des Arztes. Denn nur er kann einen Fuß- oder Nagelpilz von anderen Haut- und Nagelveränderungen unterscheiden.

Wann soll man mit der Behandlung beginnen ? Grundsätzlich sollte jede Fußpilz-Infektion so früh wie möglich behandelt werden. Langes Warten gibt dem Pilz nur die Möglichkeit größere Teile des Fußes, der Nägel oder auch andere Körperteile zu befallen. Vor allem Infektionen der Nägel erfordern oft einen höheren Behandlungsaufwand. Wichtig ist deshalb, die Füße genauestens zu inspizieren und alle infizierten Stellen am ganzen Fuß konsequent und gründlich zu behandeln. Fußpilz-Infektionen lassen sich durch den Betroffenen meist gut in Eigenregie behandeln. Beste Erfolgsaussichten bietet die Verwendung eines Breitspektrum-Antimykotikums, wie BIFONAZOL *), das am gesamten Fuß alle in Frage kommenden Pilzerreger bekämpft. Das ist gerade in der Selbstmedikation wichtig, da hier der Erreger vor Therapiebeginn nicht bestimmt wird.

Wichtig: Die Therapie nicht zu früh abbrechen ! Eine gründliche Fußpilz-Therapie mit dem Wirkstoff BIFONAZOL dauert drei Wochen. Nur so ist sichergestellt, daß die Pilze vollständig aus der Haut verschwinden. Ein vorzeitiges Ende der Therapie erhöht das Risiko eines Rückfalls, weil entweder ein Teil der Pilze überlebt oder die unvollständig erholte Haut sofort wieder zur Eintrittspforte für neue Pilzerreger wird. Wichtig: Wäsche die Kontakt zu pilzbefallener Haut hat, wie Socken, Unterwäsche und Handtücher muß unbedingt ausgekocht werden oder mit einem pilztötenden Wäschespüler *) gewaschen werden um eine sonst unweigerlich erfolgende Wiederansteckung zu vermeiden.

Wann ist bei Fußpilz ein Arztbesuch ratsam ? Wenn die Beschwerden (Juckreiz, Brennen, Rötung) nach 10-tägiger Selbsttherapie nicht nachgelassen haben oder wenn mehr als eine Woche nach Behandlungsbeginn noch immer Symptome, wie z.B. Schuppenbildung, vorhanden sind. Aber auch wenn an anderen Körperstellen, wie in der Leistenbeuge, Symptome wie Jucken oder Schuppung auftreten. Auch bei Diabetes, Durchblutungsstörung der Beine oder Füße und bei Immunschwäche ist ein Arztbesuch bei Fußpilzverdacht sofort anzuraten.

Vorbeugende Tipps beachten: Ein Pilz kann sich nur ansiedeln oder vermehren, wenn das Immunsystem geschwächt ist oder wenn die Haut bereits vorgeschädigt ist: etwa wenn zu enge Schuhe auf die Zehennägel drücken und zu einer Schädigung führen, die Pilze ausnützen, um sich niederzulassen. Oder nachlässiges Abtrocknen nach dem Duschen weicht die Haut in den Zehenzwischenräumen auf und bietet einen idealen Nährboden für Pilze. Ein unbehandelter Fußpilz kann sehr unangenehm werden, denn er verschwindet nicht von selbst, breitet sich aber gerne weiter aus. Machen Sie sich bewusst, dass Ihre Füße eine Infektionsquelle sind, für Ihre Familie und Ihre Mitmenschen. Mit fachkundiger Hilfe können Sie die lästigen Parasiten jedoch bald loswerden: Die Fußnägel kurz schneiden aber nicht zu kurz, damit nichts unter den Nägeln brennt. 2) Fußnägel gerade schneiden und Nagelecken mit der Feile entschärfen. 3) Nach dem Waschen Zehenzwischenräume gründlich abtrocknen damit keine Pilze dazwischen kommen. 4) Zu dicke Nagelplatten vorsichtig abfeilen. 5) Jeden Druck auf die Zehen vermeiden Fast alle Haut- und Nagelpilze - ob Dermatophyten, Hefe- oder Schimmelpilze - lieben es feucht, warm und stickig. Luftundurchlässige Kunstfasern in vielen Sportschuhen, Gummistiefeln, Plastiksandalen oder Nylonsocken schaffen feucht-warme Klimazonen, in denen sich Pilze besonders wohl fühlen und gern vermehren. Dazu kommt, dass alles, was viel Synthetik und wenig Natur enthält, die Haut zum Schwitzen bringt. Die Folge: Die Haut wird weich und quillt auf; die Erreger haften jetzt besonders gut und können leichter ins Gewebe eindringen. Auch durch mangelnde oder übertriebene Hygiene oder durch zu intensiven Kontakt mit infizierter Umgebung, z. B. in öffentlichen Duschen, steigt das Risiko. Besonders gut gedeihen die Pilze in den feuchten Kammern zwischen den Zehen. Von dort breiten sie sich oft auf andere Hautpartien aus. Um den Pilz erst gar keine Möglichkeit zu weiterer Verbreitung zu geben, sollten Sie Ihren Fuß gleich mit Antipilzcremes behandeln! Cremen, Salben oder Lösungen gegen Fußpilz gibt es nur in der Apotheke. Orale Antimykotika, also pilztötende Arzneimittel zum Einnehmen, sind rezeptpflichtig und müssen bei Befall der Fingernägel sechs Wochen lang eingenommen werden; bei Fußnagelbefall über mindestens drei Monate hindurch. Nebenwirkungen (wie etwa Leberentzündungen) sind möglich. Ein zerstörter Nagel kann unter der Therapie nicht mehr geheilt werden; die unansehnlich gelblich verfärbten Nagelareale müssen auswachsen. Das kann Monate dauern. Am Ende der Therapie sollte nochmals eine Pilzkultur beim Arzt angelegt werden, um auszuschließen, dass noch Pilzsporen vorhanden sind.

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