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Mag. pharm. Fritz Zaversky Apotheker-Tipps
Thema - Rheuma

Aspirin
Die Geschichte von Aspirin ist wohl die erfolgreichste Geschichte eines Arzneistoffes überhaupt. Während andere Arzneistoffe beinahe im 10-Jahres-Rhythmus kommen und wieder gehen, hat Aspirin bereits den 102.Geburtstag gefeiert. Begonnen hat alles bereits vor 2-3 Jahrtausenden mit der Verwendung der Weidenrinde als schmerzstillendes Mittel im alten Ägypten. Auch Griechen und Römer wußten die Weidenrinde zu nutzen. Der Wirkstoff der Weidenrinde ist die Salicylsäure. Um seinem Vater, der an Rheuma litt, die magenreizende Einnahme von Salicylsäure zu ersparen, experimentierte der junge Chemiker Dr. Felix Hoffmann im Jahr 1897 nach umfangreichem Literaturstudium mit Salicylsäure und Essigsäure. So gelang ihm die Darstellung von Acetylsalicylsäure. Die Firma Bayer, deren Mitarbeiter Dr. Hoffmann war, ließ sich im Jahr 1899 das Patent dafür auf den Namen Aspirin geben. Aspirin wirkt schmerzstillend, fiebersenkend und entzündungshemmend. Erst 1971 entdeckte J.A.Vane, daß Aspirin die Synthese bestimmter Botenstoffe (Prostaglandine) im Organismus hemmt, und erhielt dafür 1982 den Nobelpreis für Medizin. Prostaglandine sind maßgeblich an der Entstehung von Schmerz, Fieber und Entzündungsvorgängen im Organismus beteiligt. Seit 1950 ist bekannt, daß Aspirin die Gerinnungszeit des Blutes verlängert. Daher findet Aspirin auch vorbeugend gegen Thrombosen (Blutgerinnsel), Herzinfarkt und Schlaganfall Verwendung. Klinische Studien haben ergeben, daß Aspirin gegen Darmkrebs und Speiseröhren-Krebs eine vorbeugende Wirkung zu haben scheint. Nebenwirkungen von Aspirin sind bei etwa 6% der Anwender Magen- und Darm-beschwerden wie Völlegefühl, Sodbrennen, Magendrücken und Übelkeit. Ihr Apotheker informiert Sie gerne über Aspirin-Zubereitungen.

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