Notdienst
Öffnungszeiten: Mo bis Fr : 8:00-12:30 und 14:30-18:00 Samstag  : 8:00-12:00 Design & Layout by Dipl.-Ing. Dr. Fritz Zaversky

Die Geschicke der Stadtapotheke, die sich seit fünf Generationen im Besitz der Familie Zaversky erhalten hat, sind eng verbunden mit der Stadtgeschichte. Mag. Anton Carl Zaversky, der Urahne des jetzigen Eigentümers, gab im Jahre 1837 mit seiner Bewerbung den Anlass zur Errichtung einer Apotheke in Knittelfeld. Obwohl es damals hier nur zwei Wundärzte, aber keine öffentliche Apotheke gab, hatte der Bewerber ein Jahr lang gegen den Widerstand der Amtsstellen und gegen öffentliche Hindernisse anzukämpfen, ehe es ihm gelang, in Knittelfeld im Jahre 1838 die erste Apotheke zu eröffnen, die sich bis 1841 im einst adeligen Praunfalk`schen Haus an der Ecke Hauptplatz-Herrengasse befand. Am 27. August 1841 erwarb der neue bürgerliche Apotheker Anton Carl Zaversky das Haus am Hauptplatz, in dem sich bis 1972 die Stadt-Apotheke befand. Die Front dieses alten Gebäudes trägt auch heute noch über dem Haustor ein plastisches Hauszeichen, das auf den Apothekerberuf hinweist. Anton Carl Zaversky verstarb im Jahre 1872. Sein einziger Sohn Maximilian Zaversky führte die Apotheke weiter. Die Stadt Knittelfeld , und damit auch ihre Apotheke, erlebten in den folgenden Jahrzehnten einen bedeutenden Aufschwung. Durch den Bau der Südbahnstrecke über den Semmering und besonders der Eisenbahnwerkstätte in Knittelfeld wuchs die Bevölkerungszahl innerhalb weniger Jahre von knapp 2000 auf über 10 000 an. Doch der Wohlstand war nur von kurzer Dauer. Mit dem Beginn des ersten Weltkrieges brachen für Knittelfeld und auch für die Apotheke schwere Zeiten an. Mag. pharm. Maximilian Zaversky überlebte den Untergang der Monarchie nur um wenige Wochen. Er starb im Februar 1919 in Knittelfeld. Seine Witwe führte die Apotheke unter der Leitung ihres Sohnes Friedrich bis 1948. Wie wechselhaft die Zeiten waren, zeigt sich daran, dass sich der Name des Knittelfelder Hauptplatzes und damit die Anschrift der Apotheke innerhalb weniger Jahre viermal änderten. Von Hauptplatz in Viktor- Adler, in Dollfuß-, dann Adolf-Hitler-, und dann wieder in Hauptplatz. Die schweren Bombenangriffe vom 23. Februar 1945 überstand das Apothekenhaus als eines der wenigen Häuser am Hauptplatz nach oben

nahezu unbeschadet. Mag. pharm. Friedrich Zaversky verstarb am 24. Dezember 1949. Am 1. Jänner 1957 übernahm dessen Sohn Mag. pharm. Friedrich Zaversky die Apotheke, deren räumliche Beengtheit eine weitere positive Entwicklung kaum zuließ. Daher erwarb er im Jahr 1968 das völlig desolate benachbarte einstige Meller- Haus (Hauptplatz 9). Die großzügige Sanierung dieses Hauses in den Jahren 1971-1973 und die Verbindung beider Häuser ermöglichte erst die Einrichtung einer modernen und großen Apotheke. Dieser gewagte unternehmerische Schritt stellte eine wesentliche Verbesserung der Arzneimittel- versorgung der Bevölkerung von Knittelfeld und der weiteren Umgebung dar. Im Jahr 1990 übernahm Mag. Fritz Zaversky, der Ururenkel des Apothekengründers die Stadt-Apotheke. Um die Lagerlogistik zu verbessern und den Anforderungen durch den immer breiter werdenden Arzneischatz gerecht zu werden, wurde 1995 das Lagersystem von Regalen auf moderne Schubsysteme umgestellt. Im Sommer 1999 wurde der Verkaufsraum, die sogenannte Apothekenoffizin völlig neu gestaltet und vergrößert. Seit August 2000 präsentiert sich die Stadt - Apotheke mit einem neuen Portal. Durch die optische Trennung der beiden Häuser, die die Apotheke heute beherbergen, kommen die bunt gefärbelten Innenstadt - Fassaden und der Charakter der historischen Häuser besser zur Geltung. Dem Kunden können nun auf größeren Flächen in zeitgemäßer Beleuchtung mehr rezeptfreie und homöopathische Arzneimittel präsentiert werden. Da der Umbau eine Verkürzung der Wegstrecken der Mitarbeiter gebracht hat, bleibt mehr Zeit zur qualifizierten Beratung. Durch Anbieten abgetrennter "Beratungsecken" und "-räume" kann in der Apotheke auch ein vertrauliches Beratungs- gespräch in geschützter Atmosphäre angeboten werden. Da alle Arbeitsplätze mit modernster Apotheken- EDV ausgestattet sind, kann jedem Kunden sofort die volle Information geboten werden. Da immer besonderer Wert auf Erhalt und Einbinden des wertvollen historischen Teiles der Apotheke gelegt wurde, verbinden sich heute Alt und Neu zu einem harmonischen Ganzen. nach oben